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Elektroauto mit eigener Photovoltaik-Anlage aufladen

(vom 23.11.2021)

Für Privathaushalte mit eigener Solar-Anlage auf dem Dach kann es sich finanziell lohnen, auf ein E-Auto umzusteigen. Hierauf wies die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einer Meldung hin.

Viele Privathaushalte haben noch Bedenken, auf ein Elektroauto umzusteigen. Häufig ist die nicht ausreichende Anzahl öffentlicher Ladesäulen der wesentliche Grund. Dabei könnten E-Fahrzeuge auch zu Hause geladen werden. Besonders interessant ist das für Privathaushalte mit eigener Photovoltaik-Anlage, weil der Strom kostenlos und CO2-neutral vom Dach kommt. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen hat einige Tipps zusammengestellt, wie die Kombination von Photovoltaik und Elektroauto gelingen kann.

Ein Solarkraftwerk mit 1 Kilowatt Peak (kWp) Leistung erzeugt laut der der Verbraucherzentrale Niedersachsen je nach Standort zwischen 800 und 1.000 Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Der selbst erzeugte Strom sei umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Dabei könne das regelmäßige Laden eines Fahrzeugs den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöhen. Die Installation einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) koste etwa 1.600 Euro je kWp. Für Wartung, Stromzähler und Versicherungen kämen etwa 150 Euro pro Jahr hinzu. Wer eine Anlage finanzieren wolle, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen. Wichtig sei zu bedenken, dass PV-Anlagen spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden müssen.

Elektroautos können der Verbraucherzentrale Niedersachsen zufolge an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden. Das sei jedoch nicht empfehlenswert, da sie für langes Laden unter hoher Last nicht ausgelegt sind. Wer höhere Ladeleistungen übertragen wolle, verwende dafür häufig eine Wandladestation, meist „Wallbox“ genannt. Sie ermögliche schnelleres Laden und verringere Ladeverluste. Je nach Modell sei es zudem möglich, gezielt Überschussstrom aus einer Photovoltaik-Anlage zum Laden zu nutzen. Die Kosten für die Installation einer Ladestation bis 22 Kilowatt (kW) variierten zwischen 600 und 2.500 Euro. Weitere Kosten könnten durch Kabelverbindung, zusätzlichen Stromzähler und Schnittstelle zur Kommunikation entstehen. Privatpersonen könnten bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für den Kauf und Aufbau einer Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen. Wichtig: Eine Wallbox ist laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen stets durch einen Elektrofachbetrieb zu installieren und muss gegebenenfalls beim Verteilnetzbetreiber angezeigt oder sogar von diesem genehmigt werden.

Viele Photovoltaik-Anlagen werden der Verbraucherzentrale Niedersachsen zufolge mit einem stationären Batteriespeicher in Betrieb genommen, um den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms zu erhöhen. Das Laden eines Elektroautos über den Heimspeicher sei jedoch nicht empfehlenswert, da er nur für den regelmäßigen Stromverbrauch im Haushalt dimensioniert ist.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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