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Heizungsanlage: Im Sommer für den Winter vorsorgen

(vom 12.10.2021)

Der Heizungs-Check im Sommer beugt dem Kältefrust im Winter vor. Hierauf wies die Initiative Wärme+ in einer Meldung hin.

In ganz Deutschland ist mittlerweile die Heizperiode zu Ende. Damit bei den ersten kühlen Herbstnächten nicht das böse Erwachen kommt, ist laut Empfehlung der Initiative Wärme+ jetzt im Sommer genau der richtige Zeitpunkt für die Überprüfung der Anlage durch einen Fachmann. Stünden Reparaturen oder sogar ein kompletter Austausch an, habe man noch genügend Zeit für die Umsetzung, bevor es wieder kalt wird. Eine jährliche Überprüfung helfe dabei, die Sicherheit und Lebensdauer der Anlage zu erhöhen und Energie und Betriebskosten einzusparen.

Der Initiative Wärme+ zufolge begutachtet bei einem professionellen Heizungscheck ein Fachmann den Zustand der kompletten Anlage und kann mittels genauer Messungen berechnen, was sie verbraucht und wo Einsparpotenziale bestehen. Häufige Ursache für einen hohen Energieverbrauch sei eine hydraulisch nicht richtig eingestellte Heizungsanlage. Dies mache sich an überversorgten Heizkörpern in der Nähe der Anlage und nicht ausreichend versorgten Heizkörpern etwa in weiter entfernten oberen Etagen des Hauses bemerkbar. Hierbei könne ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen. Dabei werden die einzelnen Komponenten der Heizungsanlage optimal aufeinander abgestimmt, sodass die Wärme genau da ankommt, wo sie benötigt wird, so die Initiative Wärme+. Durch einen hydraulischen Abgleich ließen sich leicht 15 Prozent der gesamten Heizkosten einsparen.

Auch eine veraltete Heizungspumpe könne die Betriebskosten in die Höhe treiben. Dann lohne sich der Austausch gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe mit elektronischer Steuerung. Diese erkenne den tatsächlichen Heizbedarf im Haus und passe die Leistung und den Wasserdruck automatisch an.

Ist die Heizungsanlage bereits in die Jahre gekommen, sodass ein kompletter Austausch in Frage kommt, finden Eigentümer der Initiative Wärme+ zufolge in der Wärmepumpe eine effiziente Alternative zu konventionellen Heizungen. Wärmepumpen nutzten kostenlose Umweltenergie, zum Beispiel aus dem Erdreich oder der Luft, zur Wärmeerzeugung. Das spare nicht nur Betriebs- und Verbrauchskosten, sondern sei auch ressourcen- und umweltschonend. Für eine Modernisierung eigne sich eine Luft/Wasser-Wärmepumpe besonders gut. Da die Wärmequelle im Vergleich zu Erdreich- oder Wasser-Wärmepumpen nicht erst durch Grabungen oder Bohrungen erschlossen werden muss, fielen die Investitionskosten relativ gering aus. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe sei beinahe überall einsetzbar und könne sogar im Freien aufgestellt werden. Im Innenbereich sei der Platzbedarf nicht größer als für einen normalen Heizkessel.

Weil die Wärmepumpe emissionsfrei arbeitet und in der Kombination mit Öko-Strom sogar vollständig mit regenerativen Energien betrieben werden kann, ist sie laut der Initiative Wärme+ ein idealer Einstieg in eine erneuerbare Energieversorgung. Der Einbau einer Wärmepumpe werde daher auch vom Bund gefördert.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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