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Heizkosten steigen durch Homeoffice

(vom 23.12.2020)

Laut einer Modellrechnung des Online-Vergleichsportals Verivox erhöht Homeoffice den Heizbedarf um rund vier Prozent.

Die Gaspreise steigen ab 2021 für Millionen deutscher Privathaushalte. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox sind Arbeitnehmer, die während der Corona-Pandemie im heimischen Büro arbeiten, davon besonders betroffen. Blieben Arbeitnehmer von Oktober bis einschließlich März durchgehend im Homeoffice, müssten sie an rund 120 Tagen mehr heizen als üblich. Während der Heizbedarf in den Abend- und Nachtstunden unverändert bleibe, steige dieser in den acht Stunden eines typischen Arbeitstages über die Grundheizlast hinaus um circa 18 Prozent an. Unter Berücksichtigung der Wochenenden ergebe sich so unter dem Strich ein Heizmehrbedarf von 4,0 Prozent.

Der steigende Heizbedarf ist laut Verivox gleichbedeutend mit höheren Kosten. Zahle eine Familie mit Gasheizung (20.000 kWh) für ein warmes Zuhause derzeit durchschnittlich 1.122 Euro, würden in diesem Winter durch das Homeoffice rund 45 Euro zusätzlich fällig. Für Ölkunden (2.000 Liter) beliefen sich die durchschnittlichen Kosten aktuell auf 828 Euro. Besitzer von Ölheizungen müssten daher eine Steigerung in Höhe von rund 33 Euro einplanen.

Hinzu kommt Verivox zufolge: Millionen Haushalte müssten ab Januar deutlich mehr für ihr Gas bezahlen. Bisher seien Preiserhöhungen von durchschnittlich 6,6 Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden seien das im kommenden Jahr Mehrkosten von durchschnittlich 93 Euro. Hauptgrund für den Preisanstieg sei der neue CO2-Preis. Gleichzeitig stiegen die Gasnetzgebühren zum Jahreswechsel um durchschnittlich 2,0 Prozent an.

Die Mehrkosten, die durch den Heimarbeitsplatz entstehen, gleichen laut Verivox viele Arbeitgeber in Form einer Pauschale aus. Darüber hinaus könnten Verbraucher selbst aktiv werden. Mit einfachen Maßnahmen könnten die Verbraucher ihre Heizkosten senken. Wer etwa die Heizung leicht runterdrehe, büße kaum Komfort ein, spare aber Geld, denn jedes Grad weniger senke die Heizkosten um rund 6,0 Prozent. Die optimale Temperatur von Wohnräumen liege bei 19 bis 21 Grad. In Schlafzimmern und Fluren dürfe es auch etwas kälter sein. Unter 15 Grad sollte die Temperatur aber nicht fallen, ansonsten drohe Schimmel.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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