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Heizkosten steigen im Abrechnungsjahr 2019

(vom 12.11.2020)

Nach einer Studie der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online klettern die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in Deutschland durchschnittlich um knapp drei Prozent auf 720 Euro.

Die deutschen Verbraucher müssen für das Abrechnungsjahr 2019 mit höheren Heizkosten rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Heizspiegel für Deutschland 2020“, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online kürzlich veröffentlichte. Für die Analyse wurden mehr als 147.000 Datensätze aus zentral beheizten Wohngebäuden in ganz Deutschland ausgewertet. Der Studie zufolge liegen die Kosten für eine erdgasbeheizte 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich bei 720 Euro. Damit stiegen die Heizkosten im Jahr 2019 im Schnitt um 20 Euro (plus 2,9 Prozent). Maßgeblich dafür waren das kühle Wetter und die mäßig gestiegenen Erdgaspreise (plus 3,4 Prozent).

Die Kosten für das Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe zogen laut co2online in der Heizsaison 2019 ebenfalls an (Heizöl: 855 Euro / plus 1,0 Prozent, Fernwärme: 890 Euro / plus 3,5 Prozent, Wärmepumpe: 735 Euro / plus 7,3 Prozent). Erstmals wurden Holzpellets in die Analyse aufgenommen. Mit diesem Energieträger kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 590 Euro. Grund für die gestiegenen Kosten waren neben dem kühleren Wetter auch die höheren Preise für Fernwärme (plus 2,2 Prozent) und Strom für Wärmepumpen (plus 3,8 Prozent). Der Preis für Heizöl sank leicht (minus 2,0 Prozent).

Die Vorausschau für den Abrechnungszeitraum 2020 zeigt laut co2online Folgendes: Verbraucher, die mit Erdgas heizen, könnten mit stabilen Kosten rechnen. Dagegen stiegen die Kosten für das Heizen mit Wärmepumpen weiter (circa plus 4,0 Prozent), während die für Fernwärme (circa minus 2 Prozent), Holzpellets (circa minus 4,0 Prozent) und Heizöl (circa minus 18,0 Prozent) voraussichtlich sinken.

Auf erneuerbare Energieträger zu setzen, lohnt sich laut co2online: Ab 2021 sparten Eigentümer, die auf nicht fossile Energieträger umsteigen, den CO2-Preis. Zudem seien bis zu 45 Prozent der Kosten für den Umstieg staatlich förderfähig. Auch bleibe die energetische Sanierung ein wesentlicher Baustein fürs Energiesparen: Bewohner einer durchschnittlichen Wohnung in sanierten Gebäuden zahlten bis zu 545 Euro weniger fürs Heizen als die in unsanierten, so co2online.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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